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16. 10. 2017

Datensicherheit und Speicherlösung

Mit zunehmender Digitalisierung rücken die Fragen zur Datensicherheit immer mehr in den Vordergrund. Welche Datenverarbeitungssysteme bieten technisch hohe Sicherheitsstandards? Woran erkenne ich, dass ein System sicher oder nicht sicher ist?  Wie kann ich Schadsoftware erfolgreich abwehren? Wo kann ich meine Daten sicher aufbewahren und jederzeit wiederfinden?

Speicherplatz auf dem PC
Digitale Dokumente wie zum Beispiel selbst erstellte Word- oder Excel-Dateien, Bilder oder E-Mail-Anhänge in PDF-Format werden auf dem eigenen Betriebs-PC gespeichert. Für eine übersichtliche Ablage werden analog der Ordnerstruktur im Regal Ordner im Dateimanager angelegt. Der Dateimanager ist ein Dateiverwaltungsprogramm, mit dem Dokumente geordnet abgelegt, verschoben oder gesucht werden können.

Der Dateimanager ist sowohl für die Verwaltung der Ordner als auch für die Desktop-Umgebung verantwortlich. Auf dem Desktop (Bildschirm-Schreibtisch) können ebenfalls Dokumente und Ordner Programme abgelegt werden. Beim Start des PC stehen sie dann sofort zur Verfügung.

Speichern Sie aufbewahrungspflichtige und andere wichtige Dokumente auf Ihrem Rechner, müssen Sie sich selbst um die Datensicherheit kümmern. Dazu gehört zum Beispiel, einen PC oder mehrere PC in einem Netzwerk zu nutzen, die auf dem aktuellen Stand der Technik sind, Firewall und Virenschutzprogramm einzusetzen und aktuell zu halten, für Betriebssystem und Programme regelmäßige Updates durchzuführen und ebenso den PC vor Blitzeinschlag zu schützen.

Neben dem (technischen) Schutz des PC kommt der Datensicherung eine zentrale Rolle zu. Zur Sicherung werden die Daten kopiert und zusätzlich – zur Sicherheit - woanders gespeichert, damit sie im Falle eines Falles zur Verfügung stehen. Sie können Ihre Daten, die Sie auf Ihrem PC gespeichert haben, zum Beispiel auf einer externen Festplatte sichern. Die Sicherung sollte gut geschützt aufbewahrt werden, zum Beispiel im Tresor und zusätzlich noch an einem weiteren Ort.

Eigener Server
Ein Server (engl. Diener oder im weiteren Sinne Dienstprogramm) ist  - einfach ausgedrückt – ein Computer, der mit Betriebssystem und spezieller Server-Software ausgestattet ist und seine Clients (Kunden) mit bestimmten Leistungen bedient. Clients sind wiederum selbst Computer-Programme.

Ein eigener Server im Betrieb ermöglicht es, von verschiedenen PCs oder mobilen Endgeräten aus, über das Internet auf die Daten oder Dokumente zuzugreifen. Meistens wird der Begriff Server mit der Hardware verbunden. Als Server werden aber auch reine Software-Programme bezeichnet, die einen bestimmten Dienst anbieten, der dann von anderen Programmen – den Clients – genutzt wird. Dazu gehören zum Beispiel Mail-Server, über die E-Mails gesendet und empfangen werden können.

Wer sich einen eigenen Server in einem dafür geeigneten Serverraum aufstellt, muss - wie bei der Datenspeicherung im PC - für die notwendigen sicherheitstechnischen Schutzmaßnahmen selbst sorgen. Meistens geschieht dies in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister, der die technische Wartung übernimmt und die Voraussetzungen für die automatische Sicherung der Daten schafft.

NAS – Network Attached Storage
Ein Netzwerk-Speicher oder Speicher mit Netzwerk-Anschluss (NAS engl. Network Attached Storage) ist eine zentrale (Netzwerk-)Festplatte und bietet  Zugriff von Geräten im dazugehörigen Netzwerk auf dort abgelegte Daten. Der Unterschied zum Server ist, dass es sich hier „nur“ um eine oder mehrere Festplatten handelt.

Häufig werden auch die Begriffe NAS-Server oder NAS-Laufwerk verwendet. Der NAS ist kein Computer, obwohl er viele Funktionen hat. Auch weitere als reine Speicherfunktion. Der NAS kann mit einem Knotenpunkt im Netzwerk verglichen werden. Man könnte auch von einer private Cloud sprechen, da der Zugriff von verschiedenen Geräten und Standorten für eine ausgewählte Nutzergruppe möglich ist.

Der NAS ist eine günstige Möglichkeit, Daten für Clients eines Netzwerks verfügbar zu machen, ohne einen teureren und aufwändigen Server anzuschaffen oder seine Daten in die Cloud zu schicken. Alles bleibt im Unternehmen. Klein, kompakt und günstig.

undefinedWeitere Infos zu Unterschieden zwischen Server und NAS (heise.de)

Cloud Computing
Der Begriff Cloud suggeriert eine „Wolke“, in der Daten und Dokumente gespeichert werden. Tatsächlich handelt es sich beim Speicherplatz „Cloud“ um einen Server. In der Regel sind es dann sehr große Rechner (Server), die in einem Rechenzentrum  stehen. Aber auch der eigene Server ist eine Cloud, wenn von mehreren Orten via Internet darauf zugegriffen wird. Unterscheiden kann man grundsätzlich drei Möglichkeiten der Cloud-Nutzung:

1. Public Cloud: Hierbei handelt es ich um große Rechenzentren mit viel Speicherplatz für möglichst viele Nutzer. Amazon, Google und Dropbox sind bekannte Beispiele. Jeder kann diese Dienste nutzen und seine Daten hier speichern und verwalten.

2. Private Cloud: Im Vergleich zur Public Cloud eine Speicherlösung für eine bestimmte Personengruppe. Der Server gehört einem Unternehmen, das zum Beispiel IT-Dienstleistungen anbietet und in diesem Zusammenhang die Daten für seine Kunden hier verwaltet und über den Server mit dem Kunden Daten austauscht. Der Kunde kann nur mit einer Zugangsberechtigung, die er vom Cloud-Anbieter erhält, den Speicherplatz nutzen.

Ebenfalls als private Cloud bezeichnet man den eigenen Server. Auch hier ist der Zugriff auf die Daten von verschiedenen Orten über das Internet für autorisierte Nutzer möglich.

3. Hybrid Cloud: Unter diesem Begriff wird eine gemischte Nutzung zusammengefasst. Unternehmen, die sowohl die Public Cloud oder Private Cloud nutzen, gleichzeitig aber auch sensible Daten auf dem eigenen Server oder PC aufbewahren, arbeiten mit der hybrid Cloud-Lösung. Die hybrid Cloud-Lösung wird zurzeit noch von den meisten Unternehmen genutzt.
Informationen des Fraunhofer-Institutes

Der Vorteil von Cloud-Computing ist, dass man mit mobilen Geräten Zugriff auf die Daten hat. Zugriffsrechte können für mehrere Personen eingerichtet werden. Bei bestimmten Services, wie zum Beispiel einem Kalender, erfolgt automatisch eine Synchronisation, so dass auf allen Geräten alle Informationen sichtbar und aktuell sind. Weitere Dienste ermöglichen zum Beispiel gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten, obwohl man an verschiedenen Standorten ist.

Wer seine Daten in die Cloud gibt, braucht sich um die Datensicherheit nicht zu kümmern. Das übernimmt der Anbieter. Zunehmend geben Zertifizierungen und Qualitätszeichen Auskunft darüber, wie sicher die Datenspeicherung bei einem Anbieter ist. Oftmals spielt aber auch das Vertrauen eine große Rolle, wem ich meine Daten anvertraue und wem nicht.

Server in Deutschland unterliegen dem strengeren deutschen Datenschutzgesetz. Ein Server in Amerika hingegen, hat andere rechtliche Grundlagen. Hier muss letztendlich jeder Landwirt selbst entscheiden, wem er seine Daten anvertraut. Hier gilt es, sich zu informieren und auf dem Laufenden zu bleiben, wenn es um IT-Sicherheitsfragen geht.

Die Rechenzentren der Anbieter von Buchführungs-Software mit Cloud-Lösungen sind redundante Rechenzentren, die Daten an mehreren Orten sichern, so dass bei Ausfall eines Rechenzentrums ein anders übernimmt und ein Datenverlust verhindert werden kann.

Gütesiegel und Zertifizierungen aus dem IT-Bereich weisen auf die Sicherheitsanstrengungen der Cloud-Anbieter hin. Sie können bei der Entscheidung helfen, den gewünschten Cloud-Anbieter aus der Vielzahl von Unternehmen auf diesem Gebiet herauszufinden.

Welcher Weg der bessere ist, muss jeder Betrieb für sich herausfinden.  Ein Landwirt mit hoher Affinität zur IT wird vielleicht einen eigenen Server einrichten. Jemand, der sich mit der Datensicherung etc. nicht gut auskennt, wendet sich vielleicht eher an einen Cloud-Anbieter. Inzwischen gibt es  in diesem Bereich auch Tests und Zertifizierungen, die dabei helfen, den richtigen Anbieter zu finden.

Der Anwender braucht sich nur noch um die eigentliche Aufgabe zu kümmern – die Datensicherung überlässt er anderen. Was einfach klingt, hat aber auch seine „Tücken“. Nicht jeder Cloud-Anbieter geht mit den Daten so um, wie ich es vielleicht wünsche. Steht der Server z. B. in den USA gilt nicht das strengere EU-Recht bzw. das Datenschutzgesetz in Deutschland.

Deshalb ist es Pflicht eines Anwenders / Unternehmers sich genau zu informieren, wo er seine Daten sicher speichern kann!

Daten sammeln sie alle! Frage zu welchem Zweck? Da gibt es wohl Unterschiede. Persönliche Daten oder sensible Daten aus dem Unternehmen sollte man nur jemandem überlassen, dem man vertraut! Also genau hinschauen und prüfen, welche Cloud man wofür nutzen will.

Das BSI gibt zum Umgang mit Cloud-Diensten Empfehlungen:
(BSI) „Beachten Anwender die folgenden Handlungsempfehlungen, profitieren sie von einem sicheren Umgang mit Cloud-Diensten:

  • Nur mit einem geschützten Gerät auf die Cloud zugreifen. Denn wenn die eigene Sicherheit gewährleistet ist, haben es Angreifer schwerer, auf die persönlichen Daten eines Nutzers zuzugreifen.
  • Sichere Passwörter für die Anmeldung in der Cloud schützen vor Hackerangriffen.
  • Über ungesicherte WLAN-Hotspots sollte nicht auf die Daten in der Cloud zugegriffen werden, da Zugangsdaten dort leichter abgefangen und missbraucht werden können.
  • Anwender sollten genau prüfen, welche Rechte durch das Akzeptieren der Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen eingeräumt werden. Es ist empfehlenswert, bei den AGB darauf zu achten, dass dem Anbieter keine Rechte eingeräumt werden, die privaten Daten an Dritte zu verkaufen.
  • Informationen zum Standort des Cloud-Anbieters und des Rechenzentrums helfen Nutzern dabei, zu erkennen, wo die eigenen Daten gespeichert sind und welche Datenschutzbestimmungen gültig sind.
  • Besonders wichtige und sensible Daten sollten nur verschlüsselt in der Cloud gespeichert werden.
  • Eine genaue Prüfung, wie sich das endgültige Löschen von Daten aus der Cloud gestaltet, ist zu empfehlen. Häufig speichern Cloud-Anbieter Sicherheitskopien in unterschiedlichen Rechenzentren.“

Wie funktioniert das mit der Cloud und wie steht es um die Sicherheit? Hier gibt es weitere Infos:
Cloud Computing (Wikipedia)
Was ist Cloud-Computing? Leitfaden für Einsteiger (Microsoft Azure)
Die 10 besten Cloud-Speicher (heise)
Cloud-Anbieter: Wie steht es um den Datenschutz? (heise)
Informationen zu Gütesiegeln im Bereich Datenschutz  (BSI)
Cloud-Speicher: Die besten Online-Speicher im Vergleich (Netzsieger)
Cloud-Speicherdienste im Vergleich und Cloud-Speicher-Dienste Ratgeber  (trusted)

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