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06. 07. 2017

Juli-Fristen zum Antibiotika-Einsatz nach AMG

Wenn Sie nach dem (Tier)-Arzneimittelgesetz (AMG) verpflichtet sind, den Einsatz von Antibiotika in die HIT Antibiotika-Datenbank (TAM-Datenbank) einzugeben, denken Sie an die folgenden Fristen:

Der 14.07.2017 ist Fristende für die Eingaben in die TAM-Datenbank für das vorherige Halbjahr.
Ebenso muss bis zu diesem Termin die schriftliche Tierhalter-Versicherung (Informationen dazu siehe "Fragen und Antworten") an die zuständige Regionalstelle – in NRW die AFC Public Services GmbH – gesendet werden.

Sollten Sie im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres die Kennziffer 2 überschritten haben, senden Sie bitte bis zum 31.07.2017 den Maßnahmenplan nach AMG (Tierarzneimittelgesetz) an Ihr zuständiges Veterinäramt.

Das sollten Sie wissen! Informationen, Adressen, Ansprechpartner:
undefinedFragen und Antworten zur HIT-Antibiotika-Datenbank (Externer Link, Tiergesundheitsdienst NRW)
undefinedMöglichkeiten zur Mitteilung, Formulare und Adresse AFC Public Services GmbH (Externer Link, LANUV)

10. 01. 2017

Stichtagsmeldungen nach ViehVerkV an die HIT-Datenbank bis 15.01.2017

Diese Meldung nach Viehverkehrsverordnung gilt für Halter von Schweinen, Schafen und Ziegen. Demnach müssen zum Stichtag 1. Januar eines jeden Jahres die Anzahl der im Bestand vorhandenen Schweine, getrennt nach Zuchtschweinen einschließlich Saugferkeln sowie Mastschweinen bis zum 15. Januar in der HIT-Datenbank angezeigt werden.

Für Halter von Schafen und Ziegen ist zum Stichtag 1. Januar eines jeden Jahres die Anzahl der im Bestand vorhandenen Schafe und Ziegen, getrennt nach den Altersgruppen bis einschließlich neun Monate, zehn bis unter 19 Monate und ab 19 Monaten bis zum 15. Januar anzuzeigen.

undefinedWeitere Informationen (HIT) für Schweinehalter

undefinedWeitere Informationen (HIT) für Schaf/Ziegenhalter

29. 09. 2016

Notfallplan für QS-Betriebe ab 2017 Pflicht

© nikkytok - Fotolia.com

Ab 2017 müssen alle QS-Tierhalter einen Notfallplan haben. Der Notfallplan soll sicherstellen, dass die Tiere in einer Notfallsituation (Ausfall des Betriebsleiters, Stromausfall) zu jeder Zeit mit Luft, Wasser und Futter versorgt sind. Was in der Praxis selbstverständlich ist, soll nun auch dokumentiert werden. Das ist auf jeden Fall hilfreich und gibt noch einmal mehr Sicherheit, dass im Falle eines Falles auch ein "Fremder" das Ruder schnell übernehmen kann.

Ansprechpartner, Telefonnummern sowie technische Hinweise, zum Beispiel zum Notstromaggregat, sind die zentralen Punkte des QS-Notfallplans. QS stellt dafür ein Musterformular als Word-Dokument zur Verfügung, das Sie mit dem PC ausfüllen können.

Wer bereits den Notfallplan von Maschinenring und Landwirtschaftskammer NRW für den gesamten Betrieb erstellt hat, sollte jetzt überprüfen, ob alle Angaben aktuell sind und ob die Anforderungen von QS erfüllt sind.

Alle Musterformulare können Sie am PC ausfüllen oder ausdrucken und per Hand ausfüllen:

undefinedQS-Musterformular - und Erläuterungen zum Notfallplan – Schweinehalter - siehe Rubrik Musterformulare, mittlere Spalte, Word-Tabelle

undefinedQS-Musterformular und Erläuterungen zum Notfallplan – Geflügelhalter - siehe Rubrik Musterformulare, mittlere Spalte, Word-Tabelle

undefinedQS-Musterformular und Erläuterungen zum Notfallplan - Rinderhalter - siehe Rubrik Musterformulare, mittlere Spalte, Word-Tabelle

Vordruck für einen gesamtbetrieblichen undefinedNotfallplan von Maschinenring und Landwirtschaftskammer NRW, Excel-Tabelle


Wir unterstützen Sie gern! Wenden Sie sich an Ihre Betriebsberatung oder die Beratungsleitung in Ihrer undefinedBeratungsregion

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06. 07. 2017

Therapiehäufigkeit bis 31.05.2017 dokumentieren

Foto: Zerbor - Fotolia.com

Die bundesweiten Kennzahlen zum Antibiotika-Einsatz wurden am 31.03.2017 veröffentlicht.
Zunächst muss der Tierhalter innerhalb von zwei Monaten (also bis zum 31. Mai 2017) anhand des Vergleichswertes überprüfen, ob sein Betrieb die Kennzahl 1 oder 2 überschreitet. Das Ergebnis der Überprüfung muss dokumentiert werden.

Die Eigenbewertung erfolgt dadurch, dass man die betriebseigene Therapiehäufigkeit, mit den bundesweiten Kennzahlen vergleicht. Es empfiehlt sich die entsprechenden Zeilen der Tam-Datenbank auszudrucken.

Wenn Sie die Kennzahl 1 überschritten haben, dokumentieren Sie, dass ein Gespräch mit dem Hoftierarzt darüber stattgefunden hat. Wenn die Kennzahl 2 überschritten wurde muss ein schriftlicher Maßnahmenplan beim Veterinäramt eingereicht werden. Dies muss bis zum 31.07.2017 erfolgen. Der Maßnahmenplan ist unaufgefordert der Veterinärbehörde vorzulegen.

undefinedWeitere Informationen des BVL

27. 01. 2016

HIT ist mein Gewohnheits-Tier

Foto: Fotolyse - Fotolia.com

Innerhalb von 7 Tagen müssen zahlreiche Meldungen an die HIT-Datenbank (HI-Tier) erfolgen. Geschieht das nicht, gilt die Meldung als verfristet. Die Datenbank merkt sich das und zeigt es an. Auch bei der nächsten Kontrolle. Sanktionen drohen, wenn ein Betrieb zu viele verfristete Meldungen aufweist. Jeder HIT-Eintrag ist also bares Geld wert! Woran liegt es aber, dass genau diese Frist immer wieder vergessen wird und zu Beanstandungen führt? Was können Betriebe tun, damit verfristete Meldungen bald der Vergangenheit angehören?

Fünf Tipps aus dem Zeitmanagement:

Sofort-Prinzip
Das Sofort-Prinzip besagt, dass Aufgaben sofort erledigt und nicht auf später verschoben werden. Etwas sofort zu erledigen bietet sich grundsätzlich bei kleineren Aufgaben an, passt aber auch bei wichtigen Aufgaben, die nicht vergessen werden dürfen – wie die HIT-Meldungen. Diese werden zum Beispiel konsequent am Ende des Arbeitstages oder am nächsten Morgen erledigt. Konsequent angewendet wird das Sofort-Prinzip bald zur Gewohnheit. Geben Sie sich sechs Wochen Zeit. Beharrlichkeit ist von Vorteil. Sehr gut: kleine Belohnung nach erfolgter Meldung!

Zeit schätzen
Wie viel Zeit wird für die HIT-Meldungen benötigt? Oftmals ist der genaue Zeitbedarf für eine Aufgabe nicht bekannt. Die Aufgabe wird geschoben, weil sie zu aufwändig erscheint. Hilfreich kann es sein, den Zeitbedarf einige Male genau zu erfassen und damit ein besseres Gefühl für die Dauer der Aufgabe zu bekommen. Eine Aufgabe, deren Dauer bekannt und deren Ende in Sicht ist, lässt sich leichter planen und auch erledigen.

HIT-Tage
Erklären Sie zwei bestimmte Wochentage zu Ihren betrieblichen HIT-Tagen. Feste Zeitstrukturen können Halt geben im turbulenten Betriebsalltag. Machen Sie es sich zur (neuen) Gewohnheit, an diesen Tagen in der Woche die HIT-Meldungen zu machen. Markieren Sie die Wochentage in Ihrem Kalender mit dem Vermerk „HIT“ und halten Sie sich konsequent daran. Wenn das für Sie eine Hilfe ist und Sie sich einige Wochen daran gehalten haben, werden die HIT-Tage bald zur Gewohnheit.

Prioritäten setzen
Welche Aufgabe ist wichtig, welche weniger wichtig? In Anbetracht schärferer Kontrollen, wie Sie seitens der EU angekündigt wurden, wird die Dokumentation im Bereich der Tierkennzeichnung immer wichtiger. Auch wenn sie keine beliebte Aufgabe ist, sollte die Dokumentation hohe Priorität haben und ein rotes Ausrufezeichen bekommen. Aufgaben mit hoher Priorität haben im Arbeitsalltag Vorrang vor vielen anderen – auch wenn letztere vielleicht beliebter sind. Priorität eingehalten? Belohnen Sie sich!

Erinnerungen
Im Alltagsstress können wichtige Aufgaben schnell „untergehen“. Ein Anruf hier, eine Anforderung dort und schon ist vergessen, was wir eigentlich machen wollten. Planen Sie die Woche im Voraus und berücksichtigen Sie die HIT-Meldungen, die anstehen. Planen Sie schriftlich und lassen Sie sich zusätzlich elektronisch erinnern – zum Beispiel durch einen Serien-Termin in Outlook oder in Ihrem Smartphone. Dann klingelt es jede Woche und Sie werden automatisch an die HIT-Meldungen erinnert.

Auch gute Gewohnheiten lassen sich trainieren - einfacher als gedacht! Viel Erfolg!


17. 09. 2015

Benachrichtigung über die betrieblichen halbjährlichen Therapiehäufigkeiten gemäß AMG (§ 58c Abs. 5 )

Online-Abruf oder schriftliche Mitteilung – Was möchten Sie?

Seit dem 03.08.2015 gibt es für alle beteiligten Betriebe die Möglichkeit, Ihre Zustimmung zum automatisierten Abrufverfahren der Mitteilung über die halbjährliche, betriebliche
Therapiehäufigkeit in der HIT-Datenbank zu erteilen. Dies kann direkt in der HIT- Datenbankerfolgen. Die Benachrichtigungsform der Therapiehäufigkeit wird im Menü-Punkt „Tierarzneimittel/Antibiotika-Datenbank-Meldungen und Abfragen“ und dort unter „Eingabe TAM-Profil“ festgelegt. Sie können dort den zukünftigen Mitteilungsweg festlegen.

In der Maske „Eingabe TAM-Profil“ können Sie in den zwei Bereichen „Benachrichtigungsform“ und „Freigabe, Datum der Anwendung/Abgabe“ folgendes festlegen:

1. Benachrichtigungsform der Therapiehäufigkeit
• „Nur Onlineabruf“: Wenn Sie diese Form wählen, werden Sie nicht mehr schriftlich vom Veterinäramt über die Therapiehäufigkeit Ihres Betriebes informiert. Ihnen entstehen keine Kosten.
• „schriftlich“: Wenn Sie diese Form wählen werden Sie weiterhin schriftlich vom Veterinäramt über die Therapiehäufigkeit Ihres Betriebes informiert. Dies ist kostenpflichtig.
• „keine Angabe bzw. Widerruf“: Diese Einstellung ist so automatisch vorgegeben. Wenn Sie dies nicht auf eine der beiden anderen Möglichkeiten hin ändern/auswählen werden Sie weiterhin schriftlich vom Veterinäramt über die Therapiehäufigkeit Ihres Betriebes informiert.
Wenn Sie das automatisierte Abrufverfahren „nur Onlineabruf“ festgelegt haben, müssen Sie sich selbst online über die halbjährliche Therapiehäufigkeit Ihres Betriebes informieren!
Der Vergleich der jeweils veröffentlichen Kennzahlen mit der ermittelten Therapiehäufigkeit Ihres Betriebes und die Umsetzung der ggf. zu ergreifenden Maßnahmen liegen in jedem Fall in Ihrer Verantwortung.

2 . Freigabe Datum der Anwendung/Abgabe
Hier ist die Voreinstellung automatisch auf „keine Angabe bzw. Widerruf“, d.h. das Veterinäramt kann nicht das Datum Ihrer Eingabe der Anwendung/Abgabe von Arzneimittel einsehen. Sie können nun freiwillig die Sicht der Behörde auf das Datum festlegen.
Behörde darf Datum der Arzneimittelanwendung sehen“ oder
 „Datum der Behörde nicht anzeigen“.
Wenn Sie nichts ändern bleibt es dabei, das das Veterinäramt das Datum nicht sehen kann. Geben Sie das Datum frei, kann die Behörde bei Fragen oder Problemen gezielter Hilfestellung leisten.

Eingabe ins TAM - Profil

 

 

25. 06. 2015

Tierhaltung - Die wichtigsten Dokumentationspflichten

Die Dokumentation in der Tierhaltung ist sehr umfangreich. Bestandsregister und Tierbegleitpapiere dienen in erster Linie der Rückverfolgbarkeit innerhalb der Lebensmittelkette.
Das gesamte Herdenmanagement mit Aufzeichnungen zur Fruchtbarkeit und Leistung der Tiere dient in erster Linie der Produktionsoptimierung.
Arzneimittel, die verwendet werden, sind ebenfalls genau zu dokumentieren.

Im folgenden Text finden Sie die Hinweise zu den wesentlichen Dokumentationspflichten in diesem Bereich.

Info! Die Beratung der Landwirtschaftskammer steht Ihnen für weitere Auskünfte zu den einzelnen Produktionsbereichen gern zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an die undefinedBeratung der Landwirtschaftskammer NRW.

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25. 06. 2015

Tierkennzeichnung und Registrierung

Anzeigepflicht
Der landwirtschaftliche Betrieb muss bei der zuständigen Behörde, dem zuständigen Veterinäramt des Kreises oder der kreisfreien Stadt, angezeigt sein. Dem Tierhalter wird eine 15-stellige Registriernummer (bzw. 12-stellig, wenn ohne 3 Ziffern für Deutschland betrachtet) zugeteilt, die zentral von der Tierseuchenkasse NRW vergeben wird.

Bei der Tierseuchenkasse NRW werden in der Registriernummerndatenbank Betriebsadressdaten geführt:

Nach der Viehverkehrsverordnung (VVVO) vom 03.März 2010 (BGBl. I, S. 203) sind Betriebe, in denen Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln, Einhufer oder Kameliden gehalten werden, von der zuständigen Behörde unter Erteilung einer 15-stelligen Registriernummer in einem Register zu erfassen.

undefinedTierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen

undefinedWeitere Informationen und Aufbau der Registriernummer bzw. HIT-Nummer (Externer Link zur Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen)

Bestandsregister
Ein Bestandsregister ist zu führen und innerhalb von 7 Tagen zu aktualisieren. Es kann in papiergebundener oder elektronischer Form geführt werden. Einen Vordruck für ein Bestandsregister in Papierform finden Sie auf der Website des Landeskontrollverbandes NRW.

undefinedZur HIT-Datenbank

Ohrmarken
Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen müssen mit Ohrmarken gekennzeichnet werden. Aus dem Aufdruck der Marke geht hervor, aus welchem Mitgliedsland der EU, Bundesland, Regierungsbezirk, Landkreis, Gemeinde und Betrieb das Tier stammt. Voraussetzung für den Erhalt der Ohrmarken ist die vorherige, schriftliche Anmeldung bei der Tierseuchenkasse. Sie erhalten die Ohrmarken beim Landeskontrollverband NRW, der die beauftragte Regionalstelle ist.

Rinderpass/Stammdatenblatt
Rinder benötigen einen Rinderpass/ein Stammdatenblatt. Alle Informationen hierzu erhalten Sie ebenfalls beim Landeskontrollverband NRW.

undefinedLandeskontrollverband Nordrhein-Westfalen LKV

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25. 06. 2015

Meldung der Tierzahlen

Halter von Schweinen, Pferden, Schafen, Ziegen, Geflügel, Gehegewild und Bienen sind verpflichtet, ihren Tierbestand schriftlich bei der Tierseuchenkasse zu melden. Um die Tierzahlmeldung schnell und sicher abzugeben, wird die Nutzung des Online-Meldebogens empfohlen.

Stichtag für die Tierbestandsmeldung ist jeweils der 1. Januar. Die Meldung ist bis spätestens zum 31. Januar schriftlich abzugeben.

Es gibt allerdings zwei Ausnahmen:

  • Rinder müssen zum Stichtag nicht gemeldet werden; die Tierseuchenkasse entnimmt die Bestandszahlen für die Beitragsveranlagung der HIT-Datenbank.
  • Halter von Legehennen/Junghennen, Masthähnchen, Elterntieren, Puten, Putenküken, Enten, Entenküken, Gänse und Gänseküken müssen den Jahreshöchstbesatz melden, das heißt die Tierzahl, die maximal in der jeweiligen Geflügelart während des Jahres gehalten werden soll.

undefinedWeitere Informationen der Tierseuchenkasse und zum Online-Meldebogen (Externer Link)