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Wiedervorlage - Terminsicherheit für Ihre Vorgänge
Was genau versteht man unter „Wiedervorlage“ und
wie finden Sie das richtige System für Ihr Büro?
Bei der Wiedervorlage geht es darum, dass Sie bestimmte Vorgänge nicht jetzt sofort sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt bearbeiten wollen. Dabei kann es sich um Rechnungen, Antragsformulare oder Anschreiben an Sie handeln, das eine Aktion Ihrerseits erfordert. „Auf Wiedervorlage legen“ wollen Sie vielleicht ebenso einen Brief, den Sie selbst verschickt haben, z. B. ein Angebot, oder ein Einschreiben mit Rückschein, dessen Ankunft sie überprüfen wollen.
Gemeinsam ist allen Wiedervorlagen, dass Sie nicht vergessen werden dürfen, weil durch eine versäumte Frist viel Geld verloren geht oder sonst irgendwie Ärger entsteht. Deshalb muss das System folgende Kriterien erfüllen:
1. Es muss an einen Termin erinnern
2. Es muss einen Platz definieren, wo Sie den Vorgang bis zum Termin deponieren – und garantiert wiederfinden
Nachfolgend werden 4 Wiedervorlagensysteme beschrieben.
Stapelboxen und tägliche Durchsicht
Eine Möglichkeit ist, die Vorgänge, die Sie später bearbeiten wollen, in Sichthüllen zu stecken und an einen bestimmten Ort auf Ihrem Schreibtisch zu deponieren. Das kann eine Stapelbox sein mit der Beschriftung „Wiedervorlage“ oder „zu erledigen“. Der Stapel sollte aber nicht mehr als 5 bis max. 10 einzelne Vorgänge haben. Sie müssen jedes Mal alle sichten, wenn Sie einen suchen! Deponieren Sie wirklich nur wichtige Unterlagen, die Sie tatsächlich in dieser Woche oder den nächsten zwei Wochen bearbeiten wollen - keine Kataloge oder Protokolle, die Sie „irgendwann mal lesen“ wollen! Diese Wiedervorlage funktioniert nur gut, wenn Sie den Stapel auch regelmäßig abarbeiten, z. B. ein Mal pro Woche, damit keine Frist versäumt wird! Diese Regelmäßigkeit ersetzt im Prinzip den festen Termin, bewahrt aber durch die wöchentliche Sichtung vor Fristversäumnissen. Tipp: Bessere Übersicht bekommen Sie durch farbige Sichthüllen. (Nichts bleibt auf dem Schreibtisch liegen – die Stapelbox hat hier ihren berechtigten Platz, da hier aktuelle Vorgänge liegen!)
Pultordner
Und hier die nächste Möglichkeit: Sie haben eine klassische Wiedervorlagenmappe einen sogenannten Pultordner mit der Einteilung von 1 bis 31, dann könnten Sie z. B. eine Rechnung „auf den 10. des Monats legen“ und an dem Tag bearbeiten. Nachteil: Wenn Sie die Rechnung suchen, müssen Sie erst die Wiedervorlagenmappe durchsehen. Das gilt auch für alle anderen Originalunterlagen. Voraussetzung für die sehr genaue Terminarbeit mit einer Wiedervorlagenmappe ist, dass man täglich hinein schaut. Es gibt die Pultordner auch mit der Einteilung 1 bis 12 – also für die Monate. (Nichts bleibt auf dem Schreibtisch liegen – die Vorgänge verschwinden im Pultordner, der täglich benutzt wird und deshalb hier liegen darf!)
Terminstationen mit Orga-Mappen
Ähnlich wie die klassische Wiedervorlagenmappe funktioniert die Wiedervorlage mit dem Stehmappensystem. An Stelle einer Seite in einer Mappe haben Sie pro Tag eine Stehmappe und legen da die Erinnerung rein. 31 Mappen für die Tage des Monats und noch mal 12 für die Monate. Es ist auch möglich, nur Mappen von 1 bis 12 zu wählen, wenn Sie die Wiedervorlagen für einen Monat bündeln wollen. Gleiches System geht auch mit der Hängeregistratur – ist aber sehr Platz aufwändig. Auch hier gilt: Möglichst keine Originalunterlagen ablegen, da sie schwer wiederzufinden sind. Nur möglich, wenn die Anzahl der Vorgänge überschaubar ist und Sie die Vorgänge in der Regel vorher nicht benötigen oder suchen müssen. Die bearbeitete Tagesmappe wandert nach Erledigung nach hinten. Dieses System ist für Neueinsteiger kompliziert und sollte erst dann eingesetzt werden, wenn schon Erfahrung mit Wiedervorlagensystemen vorhanden sind. Die Stehmappen sind in einer Box untergebracht, die nicht viel Platz einnimmt. Gibt es nur von den Firmen mappei und classei über das Internet. (Nichts bleibt auf dem Schreibtisch liegen. Eine Wiedervorlagenbox hat ihre Berechtigung auf dem Schreibtisch, da sie täglich genutzt wird. Umfasst die Wiedervorlage allerdings 3 Boxen, sollten diese in der Nähe des Schreibtisches oder im Schubladenbereich untergebracht sein.)
Terminkalender und Ziel-Ablage
Der Termin für die Wiedervorlage, wird im Terminkalender notiert, der dazugehörige Vorgang kommt schon in die Ablage (z. B. Aktenordner) wo der Vorgang auch langfristig aufbewahrt werden soll - deshalb Ziel-Ablage. Bei einem Förderantrag zum Beispiel würden Sie sich in Ihrem Terminkalender den Tag notieren, an dem Sie den Antrag bearbeiten wollen, zum Beispiel 3 Wochen vor Fristablauf für die Abgabe des Antrags. Die Notiz lautet „Förderantrag XY bearbeiten“. Zur Erinnerung können Sie sich den Ort, wo sich der Antrag befindet, dazu notieren: „Antrag im Ordner Förderanträge 2009“. Das Fristende, an dem der Antrag bei der zuständigen Stelle eingereicht werden muss, sollte zur Sicherheit zusätzlich rot im Kalender eingetragen werden. Am Tag mit der Notiz in Ihrem Kalender holen Sie den Antrag wieder hervor und bearbeiten ihn. (Nichts bleibt auf dem Schreibtisch liegen – nur eventuell der Terminkalender, der da aber auch liegen darf, da er täglich benutzt wird!)
Anstelle des klassischen Terminkalenders können Sie - sofern Sie täglich damit arbeiten - auch den Outolook-Kalender in Ihrem PC nutzen. Für eingehende E-Mails, die Sie später bearbeiten möchten, können Sie eine Erinnerung einfügen.


