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PDA und Co - Die Landwirtschaft wird drahtlos

So zumindest kann zukünftig die Datenkommunikation im landwirtschaftlichen Betrieb zwischen Agrarbüro, Melkstand und der Fütterungsanlage funktionieren. Zwei unterschiedliche technische Lösungen ermöglichen das Arbeiten zwischen einzelnen Computern und Endgeräten, ohne entsprechende Kabel verlegen zu müssen. Drahtlose Kommunikation bedeutet jedoch auch eine höhere Strahlenbelastung. Die Funktechnologie ist außerdem störungsanfälliger und hat längere Reaktionszeiten als Kabelverbindungen. Zwei Technologien stehen zurzeit zur Auswahl - die WLAN-Technik und Bluetooth. undefinedWeiterlesen ...

Powerline aus der Steckdose

Nicht ganz ohne Kabel, aber dafür mit dem in Haus und Hof befindlichen Stromkabel kommt die Powerline Technik aus. Wer mehrere Computer im Haus oder Büro einfach und schnell miteinander verbinden möchte, kann künftig auf eine aufwendige Neuverkabelung verzichten. Dazu wird ein Modem benötigt, das die über die Telefonleitung ankommende Internetverbindung auf die Stromleitung im Haus überträgt. Dies ermöglicht den Aufbau eines Heimnetzwerkes mit beliebig vielen PCs über die existierende Elektroleitung im Haus. Hier muss jedoch im Einzelfall geklärt werden, ob der Stromanbieter diesen Service in der Region bereitstellt.

Mit Stift und elektronischem Block unterwegs

Bislang wurden Arbeitslisten oder Schlagdokumentationen auf dem Papier geführt und anschließend im Büro in die entsprechenden Programme übertragen. Mit robusten Tablet-PCs ist das nicht mehr nötig. Diese Rechner können handschriftliche Texte in computerlesbare Textdokumente umwandeln. Texte und Zeichnungen werden lediglich mit einem elektromagnetischen Stift direkt auf einen Flüssigkristall-Monitor geschrieben. Im land- und forstwirtschaftlichen Betrieb sollte ein robuster Tablet-PC eingesetzt werden. Manche Geräte sind gegen Fall und Stoß getestet und halten unterschiedlichen Witterungsbedingungen stand. Das Gehäuse ist gegen das Eindringen von Staub und Flüssigkeit geschützt. Das Display passt sich über Sensoren unterschiedlichen Lichtverhältnissen (z. B. starke Sonneneinstrahlung) an.

Handhelds erlauben eine mobile Datenerfassung

Der Handheld Computer, kurz PDA, wurde anfangs hauptsächlich dazu benutzt, Termine und Adressen zu speichern. Doch mehr und mehr entwickeln sie sich zu leistungsstarken Minicomputern. So können neben der Datenerfassung auch Fotos aufgenommen werden oder der PDA zeigt mittels Navigationssystem den Weg und das nicht nur im Auto. Auch die GPS-Vermessung ist mit dem entsprechenden Aufsatz möglich. Die PDAs haben durch steigende Aufzeichnungspflichten Einzug in die Landwirtschaft gehalten. Schlagkartei, Sauenplaner oder Besamungskatalog und andere Anwendungen können im landwirtschaftlichen Betrieb mit PDA-Unterstützung vereinfacht werden.

Wie funktioniert die Eingabe in den PDA?

In der Regel sind die Geräte ohne Tastatur zu bedienen. Die Dateneingabe, z. B. für eine Schlagkartei, erfolgt mit einem Stift auf einem berührungsempfindlichen hochformatigen Bildschirm, dem so genannten Touchscreen. Bei der Stifteingabe hat man die Wahl zwischen einer Mini-Tastatur, die auf dem Touchscreen abgebildet wird und einer automatischen Zeichenerkennung, bei der die Buchstaben oder Ziffern in ein vorgegebenes Feld auf dem Touchscreen eingetragen werden. Die handschriftlichen Eingaben werden dann ausgewertet und angezeigt. Über ein sogenanntes „Graffiti-Programm"  kann die entsprechende Zeicheneingabe geübt werden. Nach kurzer Übungszeit ist es kein Problem die einzelnen Buchstaben über den Touchscreen einzugeben. Der Datenbestand von Terminen, Adressen oder Schlagdaten kann in der Regel automatisch vom PDA zum PC übertragen werden.

Wie kommen die Daten in meine Schlagdatei?

Diese Synchronisation erfolgt üblicherweise über die serielle Schnittstelle. Zwischen zwei Organizern oder einem Handy funktioniert der Austausch auch über eine Infrarotschnittstelle. So werden die Feld- oder Tierdaten in das entsprechende Programm auf dem PC übertragen. Neue Geräte verfügen standardmäßig über eine WLAN-Schnittstelle und fügen sich so nahtlos in die beschriebene Access-Point-Lösung ein.

Verbindung zum Satelliten

Die Anbindung eines GPS-Empfängers ermöglicht es, mit dem PDA Feldgrenzen aufzuzeichnen und die Größe dieser Felder berechnen zu lassen. Des Weiteren können Bodenproben und Markierungen wie Grenzsteine, Wasserlöcher und Stellen mit starkem Unkrautbewuchs erfasst und in den Felddaten gespeichert werden. Mithilfe eines GPS-Empfängers können auch Fahrspuren kontrolliert und während der Fahrt entsprechende Abweichungen gemeldet werden.

Perspektiven von PDAs

Die PDAs werden in Zukunft voraussichtlich einen größeren Stellenwert in der Landwirtschaft erhalten. Nicht nur im Bereich des Ackerbaus und der Verbindung zu GPS, sondern auch in der Tierproduktion. So sind derzeit Geräte auf dem Markt, die ein Barcodelesegerät integriert haben. Der Lebenslauf eines Bullen kann damit dann online direkt abgerufen werden. Ohrmarkennummern oder Besamungsdaten können direkt abgelesen und in Programmen weiterverarbeitet werden. Informationen für den landwirtschaftlichen Bereich gibt es beispielsweise auf der Internetseite der Landwirtschaftschule Herford (undefinedwww.pdaseiten.de)

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